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Fluid 4.0 schafft einen standardisierten Zugang zu geprüften, versionierten 3D-Daten über die Verwaltungsschale. Hersteller stellen Modelle strukturiert bereit. Integratoren greifen direkt, herstellerunabhängig und medienbruchfrei darauf zu. So entsteht eine durchgängige, digitale Engineering-Kette.
Im Engineering von Maschinen und Anlagen ist die 3D-Konstruktion zentraler Bestandteil der Systementwicklung. In der Praxis sind CAD-Modelle von Komponenten jedoch häufig gar nicht, nur unvollständig oder in unterschiedlichen Formaten verfügbar.
Konstrukteure müssen Daten aufwendig recherchieren, bei Herstellern anfragen oder Modelle manuell nacharbeiten. Verteilte Bereitstellungswege, uneinheitliche Benennungen und fehlende Versionsklarheit führen zu Medienbrüchen, Integrationsproblemen und Verzögerungen. Der hohe Abstimmungs- und Verwaltungsaufwand bindet Fachkräfte, erhöht Fehlerquoten und wirkt sich direkt auf Entwicklungszeit, Kosten und Qualität aus.
Durch die Bereitstellung strukturierter 3D-Daten über die Verwaltungsschale und das Teilmodell „Provision of 3D-Data“ werden CAD-Informationen eindeutig referenziert, versioniert und kontextualisiert. Hersteller stellen ihre Daten standardisiert und interoperabel bereit, während Integratoren direkt auf geprüfte, aktuelle Modelle zugreifen können. Das reduziert Reibungsverluste entlang der gesamten Engineering-Kette.
Administration Shell (AAS) und das Submodell „Provision of 3D Models“ strukturiert bereitgestellt. Zunächst werden physische Komponenten mit einer AAS instanziiert, die alle relevanten Metadaten zur 3D-Geometrie enthält. Das Submodell „Models3D“ speichert Metadaten wie Dateipfade, Version, Format, Anwendungszweck und Verweise auf Online-Datenquellen, ergänzt durch Dateiformat-Informationen und semantische Klassifizierungen.
Über standardisierte Schnittstellen (u.a. REST) greifen CAD-Tools oder Repositories auf diese AAS zu und laden die passenden Dateien direkt in den Konstruktionsprozess. SDKs und Datenraum-Dienste unterstützen dabei das Auffinden, Plausibilitätsprüfungen und die Konsistenz sicherer Integration in verschiedenste Werkzeuge.
Zusätzliche Services wie Viewer oder automatisierte Integrations-Plugins erleichtern das Einbetten der 3D-Modelle in die Systemlandschaft und schaffen eine durchgängige, herstellerunabhängige Engineering-Kette.
Anhand ausgewählter Fluidtechnikprodukte zeigen wir exemplarisch, wie Informationen für die Konstruktion strukturiert in Teilmodellen der Verwaltungsschale abgelegt werden. Die Beispiele sind bewusst typisiert, sodass sich die gezeigten Konzepte auf unterschiedliche Produkte, Anlagen und Workflows übertragen lassen.