Use Case Konstruktion

Technische Daten strukturiert bereitstellen – Engineering ohne Medienbrüche

In der Konstruktion entscheidet der schnelle Zugriff auf verlässliche technische Daten und 3D-Modelle über Effizienz, Qualität und Time-to-Market. Doch CAD-Daten liegen häufig verteilt, unvollständig oder in unterschiedlichen Formaten vor. Konstrukteure verlieren Zeit mit Recherche, Abstimmung und Nacharbeit.

Fluid 4.0 schafft einen standardisierten Zugang zu geprüften, versionierten 3D-Daten über die Verwaltungsschale. Hersteller stellen Modelle strukturiert bereit. Integratoren greifen direkt, herstellerunabhängig und medienbruchfrei darauf zu. So entsteht eine durchgängige, digitale Engineering-Kette.

Warum fragmen­tierte CAD-Daten Entwicklungs­prozesse aus­bremsen

Im Engineering von Maschinen und Anlagen ist die 3D-Konstruktion zentraler Bestandteil der Systementwicklung. In der Praxis sind CAD-Modelle von Komponenten jedoch häufig gar nicht, nur unvollständig oder in unterschiedlichen Formaten verfügbar.

Konstrukteure müssen Daten aufwendig recherchieren, bei Herstellern anfragen oder Modelle manuell nacharbeiten. Verteilte Bereitstellungswege, uneinheitliche Benennungen und fehlende Versionsklarheit führen zu Medienbrüchen, Integrationsproblemen und Verzögerungen. Der hohe Abstimmungs- und Verwaltungsaufwand bindet Fachkräfte, erhöht Fehlerquoten und wirkt sich direkt auf Entwicklungszeit, Kosten und Qualität aus.

Der digitale Zwilling als zentraler Zugang zu 3D-Modellen

„Der digitale Zwilling hilft mir bei der Bewältigung der ständigen Informationsflut enorm. Früher musste ich mich bei jedem Hersteller und Lieferanten neu registrieren. Jetzt habe ich mit der Verwaltungsschale einen zentralen Anlaufpunkt und sofort alle aktuellen Daten – und Dank klar strukturierter Teilmodelle finde ich schnell alle Informationen, die ich brauche. Von CAD-Daten bis hin zu Nutzungsdaten mit wertvollen Informationen zur Verbesserung meiner Entwicklung. So kann ich schon bei der Recherche jede Menge Zeit sparen und mich ganz auf meine eigentliche Arbeit konzentrieren.“

Nick Yang, Junior Design Ingenieur

Strukturierte 3D-Daten als Grundlage für durchgängiges Engineering

Durch die Bereitstellung strukturierter 3D-Daten über die Verwaltungsschale und das Teilmodell „Provision of 3D-Data werden CAD-Informationen eindeutig referenziert, versioniert und kontextualisiert. Hersteller stellen ihre Daten standardisiert und interoperabel bereit, während Integratoren direkt auf geprüfte, aktuelle Modelle zugreifen können. Das reduziert Reibungsverluste entlang der gesamten Engineering-Kette.

Vorteile für Hersteller
Möchten Sie diesen Mehrwert für Ihre Maschinen oder Systeme nutzen? Sprechen Sie mit uns über konkrete Anwendungs­fälle, technische Details und mögliche nächste Schritte. Nehmen Sie unver­bindlich Kontakt auf. Wir zeigen Ihnen, wie die Verwaltungs­schale bei Ihrer Konstruktion den Workflow effektiviert.

So funktioniert die standardisierte Bereitstellung von 3D-Modellen

Administration Shell (AAS) und das Submodell Provision of 3D Models strukturiert bereitgestellt. Zunächst werden physische Komponenten mit einer AAS instanziiert, die alle relevanten Metadaten zur 3D-Geometrie enthält. Das Submodell „Models3D“ speichert Metadaten wie Dateipfade, Version, Format, Anwendungszweck und Verweise auf Online-Datenquellen, ergänzt durch Dateiformat-Informationen und semantische Klassifizierungen.

Über standardisierte Schnittstellen (u.a. REST) greifen CAD-Tools oder Repositories auf diese AAS zu und laden die passenden Dateien direkt in den Konstruktionsprozess. SDKs und Datenraum-Dienste unterstützen dabei das Auffinden, Plausibilitätsprüfungen und die Konsistenz sicherer Integration in verschiedenste Werkzeuge.

Zusätzliche Services wie Viewer oder automatisierte Integrations-Plugins erleichtern das Einbetten der 3D-Modelle in die Systemlandschaft und schaffen eine durchgängige, herstellerunabhängige Engineering-Kette.

Technische Architektur und eingesetzte Standards

  1. Physische Komponente erhält eine eindeutige AAS-Instanz
  2. Integration des Submodells Provision of 3D Models (IDTA 02026-1-0)
  3. Hinterlegung strukturierter Metadaten:
    • Dateiformat (z. B. STEP, JT, native CAD)
    • Versionierung
    • Lifecycle-Kontext
    • Zugriffspfad / URL
  4. Zugriff durch CAD-Systeme über standardisierte Schnittstellen
  5. Automatisierte Auswahl und Integration in den Engineering-Workflow
  • Eindeutige Zuordnung physisches Produkt ↔ 3D-Daten
  • Standardisierte, semantisch beschriebene Datenstruktur
  • Herstellerunabhängiger Zugriff
  • Versionstransparenz und Lifecycle-Kontext
  • AAS-Repository / Registry
  • CAD-Integrations-Plugins
  • Viewer zur Visualisierung
  • Validierungs- und Konsistenzservices
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Verwaltungsschalen in der Anwendung erleben

Anhand ausgewählter Fluidtechnikprodukte zeigen wir exemplarisch, wie Informationen für die Konstruktion strukturiert in Teilmodellen der Verwaltungsschale abgelegt werden. Die Beispiele sind bewusst typisiert, sodass sich die gezeigten Konzepte auf unterschiedliche Produkte, Anlagen und Workflows übertragen lassen.

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