Use Case Kreislaufwirtschaft

Daten­basierte Circular Economy Ent­schei­dungen in der Fluid­technik

Am Ende des Lebens­zyklus oder im Fehler­fall ist der tatsächliche Zustand fluid­technischer Kompo­nenten oft unklar. Ohne verlässliche Nutzungs- und Produkt­daten werden Ent­schei­dungen über Reparatur, Wieder­verwen­dung oder Recycling häufig auf Erfahrungs­werten getroffen.

Fluid 4.0 ermöglicht eine datenbasierte Bewertung von Kreislaufpotenzialen: Über die Verwaltungsschale stehen Produkt- und Nutzungsinformationen strukturiert bereit und unterstützen die Auswahl der passenden R-Strategie.

Ausgangssituation

Warum fehlende Nutzungsdaten Circular-Economy-Entscheidungen erschweren

Aufgrund fehlender Daten bei der Beurteilung eines Produktes oder einer Komponente kann der tatsächliche Produktzustand in der Maschine während eines Ausfalls kaum oder nur sehr schwer eingeschätzt werden.

Dies hat zur Folge, dass beispielsweise am Ende eines Lebenszyklus oder im Fehlerfall nicht immer die beste R-Strategie ausgewählt werden kann. Wichtige R-Strategien hierfür sind Reuse, Repair, Remanufacture, Refurbish, Repurpose und Recycle. Ziel ist es die Nutzung von System, Produkt, Komponente und Material ökonomische und ökologische zu optimieren. So soll die Entsorgung von noch wiederverwertbaren reduziert werden und die Verfügbarkeit von Produkten erhöht werden.

 

 

Zentrale Pain-Points der Branche

Digitale Zwillinge als Grundlage für fundierte R-Strategien

Produkt- und Nutzungsdaten werden mit Hilfe der Verwaltungsschalte standardisiert dezentral gespeichert und stehen für die Unterstützung von Entscheidungen während des Produktlebens über den zur Verfügung.

So können zum Beispiel Lastzyklen oder Einsatztemperaturen in Entscheidungsalgorithmen einbezogen werden, um die bestmögliche R-Strategie auszuwählen. Hierbei werden sowohl ökonomische als auch ökologische Aspekte in die Bewertung einbezogen.

Wenn also in Zukunft ein Fehlerfall auftritt, wird auf der Anlage selbst oder auf einem mobilen Endgerät die Komponentenanalyse gestartet. Die Analyse unterstützt die Entscheidungsfindung, ob beispielsweise eine Komponente repariert oder eher komplett überarbeitet wird.

 

 

Mehrwert für Hersteller, Betreiber und Service

Mit Hilfe dieses Entscheidungsunterstützungssystems zur Auswahl von R-Strategien wird datenbasiert über die bestmögliche Circular Economy Strategie bestimmt. Dadurch wird die Komponente oder auch das System bestmöglich weitergenutzt, wiederverwendet oder verwertet. Dies bietet Vorteile für alle Akteure.

Vorteile für Servicetechniker

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So funktioniert daten­basierte Entschei­dungs­unterstützung

Komponenten­hersteller stellen digitale Zwillinge ihrer Produkte in Form von Verwaltungs­schalen bereit. Diese werden in der Verwaltungs­schale über den Daten­raum aggregiert und während des Produkt­lebens­zyklus mit Nutzungs­daten ergänzt, zum Beispiel als Ergänzung im Rahmen eines digitalen Produktpass.

Über standardisierte Schnitt­stellen können Entscheidungs­unterstützungs­system automatisiert auf die Daten zugreifen und sie für die Analyse zur Auswahl der passenden R-Strategien nutzen. Nur die not­wendigen Informationen werden somit im Fall der Analyse von dem Entschei­dungs­unterstützungs­system abgerufen.

Ein eigenes Teil­modell zur Definition der relevanten Datenpunkte ist immer produkt­spezifisch und abhängig von den Entschei­dungs­algorithmen.

Praxisbeispiel:
R-Strategie im Fehlerfall bestimmen

Hydraulische und pneumatische Komponenten sind sehr langlebig und haben großes Potential zur Wiederaufbereitung oder für Reparaturen. Diese Komponenten werden an vielen Stellen in mobilen Maschinen (e.g. Baggern) oder stationären Produktionsstätten (e.g.  Spritzgussmaschinen) eingesetzt.

R-Strategie Entscheidungsunterstützung im Fehlerfall

Wenn eine hydraulische Pumpe nicht mehr funktioniert, kann mit Nutzungs- und Produktdaten der Fehler gefunden werden. Kombiniert mit der Analyse der Restlaufzeit und, ob bei der Pumpe eine Reparatur möglich und wirtschaftlich ist, kann schnell und datenbasiert eine Entscheidung getroffen werden.
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