Start » Innovation » Use Case CO₂-Bilanzierung
Fluid 4.0 entwickelt eine standardisierte Methodik, um Nutzungsemissionen digital zu erfassen und über Verwaltungsschalen strukturiert bereitzustellen. So werden CO₂-Werte zu einer belastbaren Kenngröße für Optimierung, Vergleichbarkeit und nachhaltige Produktentscheidungen.
In der Fluidtechnik entsteht der überwiegende Anteil der klimarelevanten Emissionen während der Nutzungsphase. Energieverluste, ineffiziente Betriebszustände sowie anwendungsspezifische Lastprofile bestimmen maßgeblich den CO₂-Fußabdruck von Komponenten und Systemen.
Trotz dieser Bedeutung existiert bislang keine branchenweit etablierte Methodik, um Nutzungsemissionen konsistent und vergleichbar zu berechnen. Annahmen zu Betriebsstunden, Lastkollektiven oder zum Strommix unterscheiden sich stark und führen zu nicht vergleichbaren Ergebnissen. Für Maschinen- und Anlagenbauer ist es dadurch kaum möglich, CO₂-Werte unterschiedlicher Zulieferer zu aggregieren oder fundierte Entscheidungen zu treffen.
Wir entwickeln eine branchenübergreifende Methodik zur CO₂-Bilanzierung in der Nutzungsphase fluidtechnischer Komponenten und Systeme. Ziel ist es, Nutzungsemissionen als vergleichbare Standardkennzahl für die Fluidtechnik zu etablieren.
Die Methodik basiert auf definierten Betriebsprofilen, Lastkollektiven und einheitlichen Randbedingungen (z. B. Betriebsstunden, Viskositätsbereiche, Strommix). Dadurch können CO₂-Emissionen im Betrieb nachvollziehbar berechnet werden, auch dann, wenn keine vollständigen Messdaten vorliegen.
Die Umsetzung erfolgt digital auf Basis der Verwaltungsschale (AAS). Nutzungsemissionen werden strukturiert in Teilmodellen abgebildet und können auf Komponenten- und Systemebene aggregiert werden.
Branchenmethodik zur CO₂-Berechnung in der Nutzungsphase
Definition standardisierter Betriebsprofile und Lastkollektive
Einheitliche technische Randbedingungen für Vergleichbarkeit
Validierung an hydraulischen und pneumatischen Komponenten
Vorbereitung der Methodik für Standardisierung
Digitale Abbildung der Nutzungsemissionen in der AAS
Ziel
#1
Ziel
#2
Vergleichbarkeit:
Einheitliche Annahmen ermöglichen Hersteller- und Produktvergleiche
Transparenz:
Nutzungsemissionen werden nachvollziehbar ausgewiesen
Entscheidungsunterstützung:
CO₂ wird zur belastbaren Kenngröße im Engineering und Betrieb
Effizienzpotenziale:
Energieverluste und Optimierungsansätze werden sichtbar
Zukunftssicherheit:
Grundlage für Standards, digitale Produktpässe und Industrie‑0‑Services
Die CO₂-Bilanzierung in der Nutzungsphase folgt einem durchgängigen, industrie‑4.0‑konformen Ansatz:
Schritt 01
Typische Lastkollektive und Betriebszustände (z. B. Standby, Teillast, Volllast) werden standardisiert beschrieben.
Schritt 02
Energieverbräuche und Wirkverluste werden aus Messdaten, Herstellerangaben oder Simulationen abgeleitet.
Schritt 03
Auf Basis einheitlicher Randbedingungen (z. B. Strommix, Betriebsstunden) werden CO₂‑Äquivalente berechnet.
Schritt 04
Die Ergebnisse werden in AAS‑Teilmodellen strukturiert abgelegt und maschinenlesbar bereitgestellt.
Schritt 05